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Prof. Frithjof Bergmann |
"Welche Arbeit ist es, die ich wirklich und von Herzen tun will? Was ist es, das mich belebt und bereichert?" - Kernfragen von Prof. Frithjof Bergmann, dem Begründer der Neuen Arbeit, und wesentliche Fragestellungen des Projekts Neue Arbeit in Ottensheim und der Region uwe.
Ziel ist es, auch zukünftig, trotz einer verringerten Anzahl an Erwerbsarbeitsplätzen, ausreichend Arbeit für Menschen bereitzustellen - Arbeit, die jeder einzelne wirklich tun will, die fröhlich macht, nachhaltig ist und die Regionalität fördert.
In Ottensheim und der Region uwe wird nun auf Basis dieses Ansatzes von Prof. Frithjof Bergmann ein wesentlicher Schritt in die konkrete Entwicklung und Umsetzung neuer zukunftsträchtiger Arbeitsformen gesetzt - Arbeitsformen, die an die regionalen Bedingungen angepasst sind, die vorhandene Potentiale nutzen und vor allem auch den Kreativwirtschaftsbereich betrachten. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten sollen Aufwertung finden.
Ein zweiter wichtiger Faktor ist der Einbezug von Menschen, die Schwierigkeit haben, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, wie Jugendliche, Menschen im Alter ab 55 Jahren sowie geistig und körperlich beeinträchtigte Menschen.
Ein wesentliches Ziel ist die Stärkung der individuellen Verankerung der BürgerInnen vor Ort bzw. in der Region. Die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort trägt zur Reduzierung des hohen Pendleraufkommens bei.
Mit diesem Projekt soll auch ein Beitrag zur Stärkung der regionalen Kreislaufwirtschaft geleistet werden und damit auch der Kaufkraftabfluss minimiert werden.
Schwerpunkte des Projektes:
Ernährung (Lebensmittel): Selbstversorgung ist ein wichtiges Ziel. Es werden bestehende Formen der Lebensmittelproduktion, im Sinne des Anbaus von Obst, Gemüse, Getreide, etc. und deren Vermarktung in der Region hinterfragt und neue Wege unter Berücksichtigung vorhandener Ressourcen (ua. Schrebergärten, Landwirtschaft) und von über Generationen hinweg aufgebautem Wissen aufgezeigt.
Bewusstseinsbildung (Lernen/Kommunikation/Bildung): Die angesprochenen Themen sind hier: Generationsübergreifendes Lernen, Bildungs-Lernkreislauf aktivieren, Bildung vom Kleinkindalter bis ins hohe Alter, Eine neue Form der Lehre in Ottensheim entwickeln, Dialogmöglichkeiten schaffen (World Cafés, Zentrum für Neue Arbeit) und vieles mehr.
Werkstätte / Produktionsschule: Diese Gruppe arbeitet an einem Werkstättenkonzept, bei dem einerseits in Kooperation mit bestehenden Betrieben der Region in den Bereichen Bestandsadaptierung/Recycling/Handwerk gearbeitet, andererseits durch Angebote für Ausstellungsgestaltung und Bühnenbau, den besonderen Veraussetzungen von Ottensheim entsprochen werden soll. Die Werkstätten sollen zugleich Ausbildungsstätten sein.
Energie: Nachhaltigkeit wie auch Eigenversorgung sind das erklärte Ziel dieser Arbeitsgruppe. Alternative Formen der Energiegewinnung aufzuzeigen und sie unter Berücksichtigung regionaler Ressourcen (zB aus der Landwirtschaft) zu analysieren und zu bewerten, daran wird gearbeitet.
Was soll Ende 2010 als Ergebnis vorliegen?
1. Ein innovatives Umsetzungskonzept für Neue Arbeit, welches diese Zukunftsmodelle aufzeigen soll.
2. Die erfolgreiche Vermittlung und Verankerung der Thematik in der Region uwe mittels öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen: Vorträge, Medienarbeit, Website, Newsletter, Exkursionen, World Cafés als öffentliches Dialogforum, etc.
3. Aufbau eines Netzwerkes für Neue Arbeit in der Region uwe, bestehend aus BürgerInnen, Regionalmanagement, Sozialpartnern und Unternehmen
4. Viele "Quick-Wins" im Projektverlauf
Weitere Informationen über "Neue Arbeit - Neue Kultur"
Interview und Vortrag Prof. Bergmann zum Thema "Neue Arbeit - Neue Kultur"
Projektzeitraum: Oktober 2009 bis Oktober 2010
Projektträger: Marktgemeinde Ottensheim als LA21 Gemeinde
Projektleiterin: Mag. Daniela Scharer, daniela.scharergmxat
Projektpartner:
- Region uwe (Urfahr West)
- TMG OÖ
- Wirtschaffskammer OÖ, Gst. UU
- AMS OÖ
- AK 0Ö
- EUREGIO (finanziell) /Regionalmanagement OÖ GmbH (inhaltlich)
Förderung: Lokale Agenda 21



