St. Gotthard
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St. Gotthard im Mühlkreis ist als selbstständige Gemeinde (seit 1888) relativ jung. Auf dem für das Mühlviertel typischen hügeligen Gemeindegebiet zeugt aber vieles von einer bewegten Vergangenheit: Die Burg Rottenegg und das Schloss Eschelberg waren Bollwerke am Handelsweg "Via Regia" (1146 urkundlich erwähnt) von Linz über Rottenegg nach Böhmen. Ein Stück dieser alten, steingepflasterten Straße ist zwischen Rottenegg und Oberstraß noch erhalten. Bis ins 19. Jahrhundert war sie als "Krumauer Reichsstraße" ein Hauptverkehrsweg der Monarchie und wurde erst mit dem Bau der Mühlkreisbahn und der Rohrbacher Straße am "Saurüssel" von dieser Funktion abgelöst. Damals wohnten in St. Gotthard 750 Einwohner, nach dem 2. Weltkrieg sprang die Bevölkerungszahl auf 960. Mit dem Bauboom in den 70er Jahren und der weiter anhaltenden Bautätigkeit begann die Einwohnerzahl wieder zu steigen, derzeit haben rund 1300 Menschen auf den 12 Quadratkilometern Gemeindefläche ihre Heimat. Dennoch konnte sich St. Gotthard seinen ländlichen Charakter erhalten. Viele kulturelle Aktivitäten gehen von den örtlichen Vereinen aus. Durch die Nähe zur Mühlkreisbahn und zur Rohrbacher Bundesstraße ist einerseits eine gute Nahverkehrsverbindung gegeben, andererseits laden in ruhiger Abgeschiedenheit Wanderwege, Aussichtspunkte und idyllische Bachtäler zum Wandern und Nordic Walking ein. Ein besonderes Juwel ist die spätbarocke Pfarrkirche auf der Erhebung von St. Gotthard (473 m), von wo sich auch ein herrlicher Ausblick über das Donautal und – an klaren Tagen – auch über das Alpenvorland zu den Kalkalpen bietet.
Weitere Informationen über St. Gotthard finden Sie auf www.sanktgotthard.at



