23.06.2026

Gemeinsam klimafit durch den Sommer: Vorsorge und Schutz in Urfahr West

So sehr wir uns in Urfahr West über die warmen Monate und die Freuden des Sommers freuen, so spürbar werden auch bei uns die Folgen des Klimawandels. Extremwetterereignisse wie anhaltende Hitze, plötzlicher Starkregen, Hagel und schwere Stürme fordern unsere Region zunehmend heraus. Um das Wohlbefinden im Alltag zu sichern und Schäden an Haus, Hof und Natur zu minimieren, ist die richtige Vorbereitung entscheidend. Als LEADER-Region ist es uns ein großes Anliegen, die Eigenvorsorge und Resilienz in unseren Gemeinden aktiv zu stärken. Doch wie schützt man sich effektiv vor Hitze, und welche Vorkehrungen sind bei Unwetterwarnungen zu treffen?

In den folgenden vier Abschnitten findest du praxisnahe Tipps, digitale Hilfswerkzeuge und Checklisten, mit denen du dich und dein Zuhause bestmöglich absichern kannst:

  • Hitzevorsorge: Richtiges Lüften, Beschattung und Tipps für heiße Tage.  
  • Starkregenvorsorge: Bauliche Schutzmaßnahmen, Notfallausrüstung und Verhaltensregeln.  
  • Sturmvorsorge: Sicherung von Gebäuden und Objekten sowie Gefahreneinschätzung.
  • Hagelvorsorge: Schutz von Fahrzeugen, Gebäuden und der Landwirtschaft.  

Ein kleiner Tipp aus der Region zum Schluss: Nutze bei der Durchsicht der Tipps am besten auch gleich die digitale Risikolandkarte HORA (www.hora.gv.at), um eine rasche Ersteinschätzung für deinen genauen Standort in unseren Gemeinden zu erhalten!

Gesamtes Infopaket zu den Sommergefahren hier downloaden!

 

HAGELVORSORGE

So sehr sich die meisten von uns über den Sommer und die damit verbundenen Freuden wie Eisessen oder Schwimmgehen freuen, so sehr sehen wir uns auch immer mehr mit Klimawandel bedingten Extremwetterereignissen konfrontiert. Im Sommer sind das vor allem Hitze und Trockenheit, Starkregen, Hagel und Stürme.

Um gegen Hagelschäden bestmöglich gerüstet zu sein, gibt es verschiedene vorbeugende Maßnahmen. So empfiehlt sich beispielsweise in der Landwirtschaft der Einsatz von Hagelnetzen. Fahrzeuge sollten wenn möglich untergestellt oder mit einer Hagelschutzdecke geschützt werden. Um frühzeitig Bescheid zu wissen, ob ein Hagelereignis bevorsteht, empfiehlt sich die Einstellung von Wetterwarnungen per sms bzw. finden sich verlässliche Wetterwarnungen auch unter warnungen.zamg.at. 

Für den Schutz eines Gebäudes empfiehlt sich die kostenlose Überprüfung der Hagelgefährdung am eigenen Standort über das Online-Tool HORA (hora.gv.at), der Einsatz hagelresistenter Baumaterialien (die kostenlos unter www.hagelregister.at zu finden sind) sowie die Umsetzung individueller Schutzmaßnahmen beim jeweiligen Standort. Wichtig ist es, auf jeden Fall Türen und Fenster sowie vorhandene Rollläden zu schließen.  Vorbeugend empfiehlt sich auch die laufende Wartung und Freihaltung von Regenabflüssen und Kanalöffnungen.

 

HITZEVORSORGE

So sehr sich die meisten von uns über den Sommer und die damit verbundenen Freuden wie Eisessen oder Schwimmgehen freuen, so sehr sehen wir uns auch immer mehr mit Klimawandel bedingten Extremwetterereignissen konfrontiert. Im Sommer sind das vor allem Hitze und Trockenheit, Starkregen, Hagel und Stürme. 

Um an Hitzetagen gesund und beschwingt zu bleiben, empfiehlt es sich, viel zu trinken (am besten lauwarm temperiert, z.B. Pfefferminztee), leichte Gerichte zu essen, lauwarm zu duschen, luftige Kleidung zu tragen, die Luft bestmöglich zu bewegen (z.B. Ventilator) und Verdunstungskälte zu nutzen (z.B. durch Aufhängen nasser Badetücher). Sportliche Aktivitäten sollten morgens oder abends geplant werden. Eine besondere Bedeutung kommt dem richtigen Lüften sowie der Beschattung von Wohnräumen zu. Am besten lüftet man früh morgens gut durch und schließt danach die Jalousien. Den besten Kühleffekt erreicht man mit außenliegenden Jalousien. Abends bzw. nachts sollte man erneut gut durchlüften. 

Verlässliche Hitze-, Regen- oder Gewitterwarnungen finden Sie unter warnungen.zamg.at. 

 

STARKREGENVORSORGE

So sehr sich die meisten von uns über den Sommer und die damit verbundenen Freuden wie Eisessen oder Schwimmgehen freuen, so sehr sehen wir uns auch immer mehr mit Klimawandel bedingten Extremwetterereignissen konfrontiert. Im Sommer sind das vor allem Hitze und Trockenheit, Starkregen, Hagel und Stürme. 

Um auf Starkregenereignisse bestmöglich vorbereitet zu sein, ist es wichtig, über die Gefährdungslage Bescheid zu wissen. Das geht zum Beispiel über die digitale Plattform HORA. 

Bei Bedarf sollten in weiterer Folge auch bauliche Maßnahmen getroffen werden, um Schäden an Gebäuden oder Anlagen zu vermeiden, z.B. 

  • Rückstauklappen in den Hauskanal einbauen
  • Kanaleinlaufgitter freihalten
  • Bei Ölheizungen den Öltank mit Haltegurten gegen Aufschwimmen sichern

Eine sehr simple Maßnahme wäre es beispielsweise, die Steckdosen im Keller vorsorglich eher oben zu installieren. Darüber hinaus sollten keine wertvollen Gegenstände wie Fotos oder Dokumente im Keller gelagert werden. 

Durch Erstellung eines persönlichen Maßnahmenplans könnte u.a. geregelt werden, wann wer in der Familie bei Nachbar*innen oder Freund*innen welche Aufgaben übernimmt. Dabei muss es sich nicht um einen verschriftlichten Plan handeln, es reicht schon, über solche eventuell eintretenden Ereignisse in der Familie zu sprechen und welche Maßnahmen davor oder im Ereignisfall gesetzt werden sollten. Es sollte außerdem sichergestellt sein, dass im Falle eines Ereignisses finanzielle Schäden durch eine Versicherung bestmöglich abgedeckt sind. 

Im Bestfall sollte auch für Hochwasserausrüstung gesorgt sein, z.B. 

  • Sandsäcke (empfohlen werden UV beständige Silo-Sandsäcke),
  • Dichtmaterial zum Absichern von Kellerfenstern und anderen Öffnungen (Platten, Folien, etc.)
  • Räumwerkzeuge wie Schaufel, Kübel, Pumpen, etc.
  • Gummistiefel und Regenschutzkleidung
  • Griffbereit: Erste Hilfe Koffer, Taschenlampe und Klebeband 

Nähere Informationen und Tipps zu Selbstschutz bei Hochwasser finden sich auf der Website des Zivilschutz Oberösterreich: www.zivilschutz-ooe.at/alle/starkregen.

 

STURMVORSORGE

So sehr sich die meisten von uns über den Sommer und die damit verbundenen Freuden wie Eisessen oder Schwimmgehen freuen, so sehr sehen wir uns auch immer mehr mit Klimawandel bedingten Extremwetterereignissen konfrontiert. Im Sommer sind das vor allem Hitze und Trockenheit, Starkregen, Hagel und Stürme. 

Um gegen Sturmschäden bestmöglich gerüstet zu sein, sollten Markisen und Jalousien vor Sturmbeginn eingezogen und bewegliche Objekte weggeräumt oder gesichert werden. Außerdem sollte die Gebäudehülle regelmäßig geprüft und im Bedarfsfall gewartet werden. Bei Neubau und Sanierungen sollten entsprechende Vorsorgemaßnahmen mitgedacht werden. Beschädigte Bauteile sollten rechtzeitig erneuert und fehlende Elemente nachgerüstet werden. 

Ein wichtiges digitales Angebot bietet die Risikolandkarte HORA. Sie ermöglicht jedem Bürger und jeder Bürgerin eine Ersteinschätzung der persönlichen Gefahrensituation und dies rasch und einfach per Mausklick. Hier finden sich nicht nur Informationen zu Gefährdungen durch Stürme, sondern auch Risiken durch viele weitere klimawandelbedingte Naturgefahren. Probieren Sie es gerne selbst aus unter www.hora.gv.at.